Kautschuke

Kautschuk ist ein Sammelbegriff für elastische Polymere, aus denen Gummi hergestellt wird. Kautschuk kann vulkanisiert, unvulkanisiert oder vorvulkanisiert sein. Naturkautschuk ist eine von Pflanzen erzeugte Kautschukart. Naturkautschuk, aus Latex, dem Milchsaft des Kautschukbaums Hevea brasiliensis, ist davon die ökonomisch wichtigste. Synthetische Kautschuke, die heute etwa 60 % des weltweiten Bedarfs abdecken, gibt es in vielen Varianten.

Kurzübersicht der lieferbaren Kautschuke.

Grafik Datenblatt Kurzübersicht

Kautschuke

FKM

Als Fluorkautschuk bezeichnet man eine Gruppe von Kautschuken, die als gemeinsames Merkmal Vinyliden(di)fluorid (VDF) als eines ihrer Monomere besitzen. Fluorkautschuke können nicht wie z. B. Naturkautschuk mit Schwefel vernetzt werden, da die Polymerketten gesättigt sind (d. h., es fehlen ihnen die zur Schwefelvulkanisation benötigten Doppelbindungen). Es wurden daher andere Mechanismen entwickelt, um die Fluorpolymere zu elastischen Netzwerken zu verknüpfen. Das älteste Verfahren zur Vulkanisation von Fluorkautschuken ist die diaminische Vernetzung. Dabei werden blockierte Diamine als Vernetzer eingesetzt. In basischer Umgebung kann das Vinylidenfluorid Fluorwasserstoff (HF) abspalten, wodurch eine Addition des Amins an die Polymerkette ermöglicht wird. Die entstehende Flusssäure (HF) wird in der Regel durch Magnesiumoxid aufgefangen, das damit zu Magnesiumfluorid umgebildet wird. Die diaminische Vernetzung wird wegen der guten Haftung zwischen Gummi und Metall auch heute noch gerne eingesetzt. In wässrigen Medien zeigt sich diese Verknüpfung allerdings anfällig für Hydrierung.

Moderner als das diaminische Verfahren ist dagegen der bisphenolische Mechanismus (auch Dihydroxy-Mechanismus), bei dem Bisphenol AF und ein quarternäres Phosphoniusalz als Vernetzer-Komponenten eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um einen nucleophilen Substitutions-Mechanismus. Im Vergleich zur diaminischen Vernetzung werden bessere Beständigkeiten gegen Hydrolyse und höhere Temperaturen sowie eine Verbesserung beim Druckverformungsrest erzielt.

Fluorkautschuke lassen sich auch peroxidisch (Triazin-Verfahren), also durch freie Radikale vernetzen. Besonders wichtig ist die peroxidische Vernetzung, wenn Kautschuke zum Einsatz kommen, die Perfluormethylvinylether (PMVE) enthalten, da die beiden ionischen Mechanismen durch Angriff auf das PMVE zur Zerstörung der Polymerketten führen können. In wässrigen und nichtwässrigen Elektrolyten sind peroxidisch vernetzte Fluorelastomere den Produkten anderer Vernetzungsmechanismen überlegen. Bei der Temperaturbeständigkeit rangieren sie knapp hinter den bisphenolisch vernetzten Materialien.

ReTeng

Grafik Lieferform Lieferform

  • 25 kg Sheets

Grafik Lieferform Lieferform

  • 25 kg Sheets

Grafik Datenblatt Übersicht

ReTeng-GUM