Flammschutzmittel
Aluminiumhydroxide
Gemahlene Aluminiumhydroxide mit kugelförmiger Partikelstruktur. Aluminiumhydroxide sind nicht toxische, umweltfreundliche Flammschutzmittel, welche bei der Zersetzung keine korrosiven Gase entwickeln und ab 200 °C Wasser abspalten. Im Gegensatz zu anderen bekannten Flammschutzmitteln, wie z. B. Halogenverbindungen, entstehen durch Aluminiumhydroxide keine toxischen oder korrosiven Gase im Brandfall, Rauchgastemperatur sowie Rauchgasdichte werden deutlich reduziert.
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weiße Pulver
Einsatz
- Flammhemmender, halogenfreier Füllstoff für Verarbeitungstemperaturen bis 200 °C, für die Gummi-, Kabel-, Klebstoff-, Kunststoff-, Textil-, Beschichtungs- und weitere Industrien.
- Produktkomponente in der Keramik- und Glasindustrie, Füllstoff für die Papier- und Farbenindustrie.
- Gute Einarbeitung in Kunststoffen unter Verbesserung der Compoundeigenschaften.
Diverse Aluminiumhydroxide auf Anfrage!
Antimontrioxide
Antimontrioxid kann angepastet mit Chlorparaffin oder DINP (Avogard SB-CP) sowie als 80%iges Masterbatch (Avogard SB-80/20), gebunden in Acrylat oder EVA, geliefert werden.
Erhitzt man es auf über 800 °C, nimmt es weiteren Sauerstoff auf unter Bindung von Antimontetroxid, einem Mischoxid aus Antimontri- und Antimonpentaoxid. Antimontrioxid ist ein amphoteres Oxid, da sich in Laugen, je nach Säurekonzentration, neutrale Salze oder Oxidsalze bilden, so genannte Antimonite. In nicht halogenierten Polymeren werden Antimontrioxidverbindungen mit anderen Chlor- oder Bromverbindungen eingesetzt.
Lieferform
weiße, staubfreie Pulver verpackt in 1 - 5 kg EVA-Beuteln. Granulate, Prills oder Masterbatches
Einsatz
- Flammschutzmittel für PVC und generell für alle anderen Polymere bis hin zu Folien und Kalanderfolien.
- In der Papier- und Farbenindustrie.
- Veredlungsmittel in der Glasindustrie.
Chlorparaffin
Kettlitz-Mediaplast CL/GR ist ein 74 %iges, langkettiges, thermostabilisiertes Chlorparaffin mit einem Anteil von 56 % Chlor und 26 % Kieselsäure.
Mediaplast CL/GR ist bis 200 °C korrosionsbeständig (kein Angreifen der Anlagen) und bis 175 °C/4Std. thermostabil und wird als flammwidrige Komponente in Verbindung mit Antimontrioxid in flammwidrigen Mischungen eingesetzt.
Lieferform
weißes Granulat
Einsatz
- Polarisator in unpolaren EPM- oder EPDM-Mischungen. Hierdurch werden die in der UHF-Anlage bei höheren Temperaturen vulkansierten Mischungen schneller ausvulkanisiert.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kettlitz.com.
Decabromdiphenyloxid
Hochreines, bromiertes und aromatisches Decabromdiphenyloxid von ausgezeichneter Hitzebeständigkeit.
Details >Lieferform
weißes Pulver
Einsatz
- Als Flammschutzmittel in Elastomeren, wie z. B. EPDM, Thermoplasten sowie in härtbaren Polymersystemen, Duroplasten, HIPS, PBT, Nylon, PP, LDPE, ungesättigten Polyester- und Epoxiharzen.
- Als Flammschutzmittel in Beschichtungs- und Klebstoffsystemen. In der Schaumbeschichtung, in Verbindung mit Antimontrioxid plus eines geringen Katalysatorzusatzes (Decaäther) und eines Weichmachers, um eine gute Schaumqualität (PVC-Schaum) zu erzielen.
Halogenhaltiges Flammschutzmittel auf Basis Decabromdiphenylethan (kein Diphenylether!)
Avogard 801 ist ein halogenhaltiges Flammschutzmittel, welches den europäischen Zulassungsnormen entspricht. Avogard 801 kann Flammschutzmittel auf Basis Diphenyloxid ersetzen und kann 1:1 gegen Decabrom (DPO) ausgetauscht werden.
Avogard 801 sollte in Kombination und im Verhältnis 1:3 mit Antimontrioxid eingesetzt werden.
Diese Abmischung können wir Ihnen auch als Flammschutzcompound, unter der Bezeichnung Avogard 1:3, anbieten.
Avogard 801 besitzt eine sehr gute Farbgebung, hohe Hitze-, gute UV- sowie hohe thermische Stabilität und blüht daher nicht aus.
Avogard 801, als auch unser Flammschutzcompound Avogard 1:3, können wir Ihnen in vorverwogenen, niedrig schmelzenden EVA-Beuteln liefern.
Lieferform
weißes Pulver
Einsatz
- In Styrol-Polymeren (PS).
- In thermoplastischen Polyolefinen.
- In technischen Harzen.
- In Reifen und Elastomeren.
- In Kabeln und anderen elektrischen Applikationen.
Zinkborat
467 besitzt eine hohe Thermostabilität, ist nicht hygroskopisch, lässt sich leicht in Kunststoff und Gummi dispergieren und wird in Polymeren mit einer Verarbeitungstemperatur von über 200 °C eingesetzt.
Die Chemie der Zinkborate ist relativ komplex, da ein weiter Bereich von Stöchiometrien mit unterschiedlichen Kristallwassergehalten hergestellt werden kann.
Kommerziell interessant ist allerdings nur eine geringe Anzahl von Varianten, die aufgrund ihrer thermischen Stabilität während der Compoundierung von Polymeren
eingesetzt werden können.
Zinkborate sind multifunktionale Flammschutz- und Rauchreduziermittel für den Einsatz in einer großen Anzahl von Polymeren sowie in Gummi.
Zinkborat 467 ist nicht hygroskopisch und lässt sich leicht in Kunststoff und Gummi dispergieren. Eine wichtige Anwendung ist die in weichgemachtem PVC für
Kunstleder, Folien, Kalanderfolien und Kabelmischungen.
Zinkborate werden in den meisten Fällen zusammen mit Antimontrioxid eingesetzt.
Die Wirkungsmechanismen sind folgende: In einer Flamme schmilzt der Boroxidanteil und bildet eine glasähnliche ablative Schmelzschicht, die das darunter liegende
Polymer vor weiterem Feuerschaden schützt. Gleichzeitig bewirkt der Zinkoxidanteil eine Vernetzung der PVC-Ketten und wirkt so rauchreduzierend. Zusätzlich bewirkt
das freigesetzte Kristallwasser eine Abkühlung der Flamme und reduziert so die Brennbarkeit.
Lieferform
weißes Pulver
Einsatz
- Rauchreduzierende PVC-Mischungen mit besonderen Vorteilen in der Kabelindustrie.
- Die glasähnlichen Verkohlungseigenschaften des Zinkborates sind wertvoll für die Kontrolle des Nachglühens, besonders bei der Rückenbeschichtung von Baumwolltextilien und bei Gummi-Förderbänden.
- Die höhere Thermostabilität der Zinkborate ist von Vorteil in Polymeren mit einer Verarbeitungstemperatur von über 200 °C. Diese Qualitäten sind von besonderem Wert in Polyamiden zur Erreichung von Kriechstromfestigkeit und Lichtbogenbeständigkeit.
- Aufgrund des geringen Brechungsindexes der Zinkborate können kostengünstig transluzente und stark gefärbte Mischungen hergestellt werden.

