Benzoesäuren
Die kritische Temperatur vieler Vulkanisationsbeschleuniger wird durch den Einsatz von Benzoesäure erhöht und verhindert dadurch die Anbrenngefahr. Mischungen mit Mercapto-Beschleunigern werden verzögert, Mischungen mit Thiazol-Beschleunigern werden beschleunigt. Benzoesäure wirkt in sauren Beschleunigersystemen aktivierend. Benzoesäure verbessert die Fließeigenschaften von unvulkanisierten Mischungen, wirkt erweichend, und verbessert die Klebrigkeit. Füllstoffe lassen sich durch die Zugabe von Benzoesäure leichter einarbeiten.
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Flocken und Pulver
Einsatz
- Als Reagenz in synthetischen Benzoat-Estern für die Parfümindustrie.
- In Färbereiprozessen und Weichmachern.
- Zur Herstellung von kurzkettigen Alkydharzen für schnelltrocknende Beschichtungen.
- In synthetischen und anderen Produkten, wie Benzoylchlorid und nitrierter Benzoesäure, pharmazeutischen Produkten und Farbstoffen.
- Bei Abtrennung des Eisengehaltes in den vorgenannten Applikationen der Benzoesäure ist diese als Zwischenprodukt zur Herstellung von flüssigen Kühlmitteln, als Additiv in recycelten Ölen und in Faserfarbstoffen, sowie als Klassierungs-Additiv verwendbar.
- Als Vulkanisationsverzögerer bei der Kautschukvulkanisation.
- Herstellung von Epoxid- und Phenolharzen.
Verzögerer
N-Cyclohexylthiophthalimid (CTP / CTPI / PVI)
CTPI ist ein Scorchverzögerer, welcher in schwefelvernetzten Gummicompounds sichere Verarbeitungsprozesse gewährleistet. CTPI verlängert sehr stark die Anvulkanisationszeit und erhöht entsprechend die Fließzeit vor der Vulkanisation. Mischungen, die durch eine lange Lagerzeit, vor allem in der Wärme, oder bereits durch eine Verarbeitung bei höheren Temperaturen vorbelastet sind, zeigen häufig eine drastische Verkürzung der Anvulkanisations- bzw. Fließzeit bei der Vulkanisation. In manchen Fällen führt eine zu hohe Temperaturbelastung während der Mischungsherstellung zu nicht mehr verarbeitbaren Mischungen. Durch Zugabe von CTPI können derartige Mischungen, wenn die Vernetzung nicht schon zu weit fortgeschritten ist, wieder verarbeitbar gemacht werden, d. h. die Anvulkanisationszeiten werden nachträglich wieder verlängert.
Die früher bei Retardern vom Type N-Nitrosodiphenylamin leicht auftretende Porosität der Mischung ist bei CTPI nicht mehr zu befürchten. Schon beim geringen Einsatz von nur 0,1 - 0,4 phr CTPI wird die Verarbeitungssicherheit signifikant erhöht.
Ein weiterer großer Vorteil beim Einsatz von CTPI ist, dass die Gummimischungen mit wesentlich höheren Vulkanisationstemperaturen und kürzeren Vulkanisationszeiten gefahren werden können und damit ein höherer Ausstoß erzielt wird.
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Pulver, Granulat, Masterbatch 75/80 %ig auf Basis Palmölderivat

